Festgottesdienst

  

Festgottesdienst mit Landesbischof Prof.Dr, Cornelius-Bundschuh

Mit einem Festgottesdienst gingen die Feierlichkeiten zum 125. Geburtstag der evangelischen Stadtkirche in die zweite Runde.

Die Bedeutung der Kirche im Leben vieler Christen der Stadt unterstrich am Sonntag von der Kanzel herab Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh mit einem engagierten Plädoyer für die Kirche als beredter Zeitzeuge. Sie habe zwei Weltkriege er- und überlebt, habe vielen Gläubigen oder auch Zweiflern Mut und Trost gespendet und sei als Mittelpunkt des Lebens im Zentrum einer Stadt gut platziert, weil sie dort unter anderem ihrer Aufgabe gerecht werde, Menschen einen Zufluchtsort zu geben und unter einem Dach zusammenzuführen.

Pfarrer Martin Schmitthenner, die Kantorei und der Gospelchor „Resonance of Life“ unter der Leitung von KMD Christoph Bogon gaben dem Gottesdienst den feierlichen und liturgischen Rahmen.

Mittel- und Höhepunkt aber war zweifellos die Predigt des Landesbischofs. „Was macht die Kirche aus?“ Für Cornelius-Bundschuh sind es vor allem die Erlebnisse einzelner Personen und Gruppen, die sich einbrennen in die Geschichte der Gotteshäuser. „Zahlreiche persönliche Schicksale, viele Sorgen, Nöte und Ängste der Menschen und nicht zuletzt auch der Brand vor 21 Jahren haben sich in diese Mauern eingeprägt“, sagte er und betonte: „Ihre Kirche stärkt wie viele andere auch das Vertrauen der Menschen in Jesus Christus. Sie gibt den Traurigen Hoffnung, erinnert daran, dass alle Menschen gleich sind und dass ausnahmslos alle ihre Fehler haben.“

Für den Landesbischof stand fest: „Auf den Weg ins Reich Gottes kann man sich auch ohne Gebäude machen.“ Dennoch brauche man diese Häuser, um sich sammeln zu können, um zusammen feiern, voneinander hören oder sich treffen zu können. Die Kirche sorge dafür, dass aus Fremden Freunde werden, ausgerichtet auf Gottes neue Welt. Sie vermittle gläubigen Menschen die wichtige Botschaft, dass sie sich auf Gott voll und ganz verlassen können.

Und an die Gottesdienstbesucher gewandt, kam Cornelius-Bundschuh zum Schluss: „Ich wünsche ihnen noch viele Jahre in und mit dieser Kirche.“ Da kam dann das „Happy Birthday to you“ gerade recht, mit dem die Chöre den Bischof und Pfarrer Schmitthenner völlig ungeplant, aber hochwillkommen überraschte.

Singend zogen alle Besucher und Musiker aus der Kirche aus und freuten sich bei herrlichem Sonnenschein auf die Möglichkeit bei Sekt und Häppchen miteinander ins Gespräch zu kommen.