Kirche St. Agathe

 
So gut wie ganz Fahrnau gehörte früher zur Domäne des Klosters St. Blasien. Nachweislich seit 1186 hat der Ort seine eigene Pfarrei. Die Kirche, 1173 erstmals urkundlich erwähnt, war der Heiligen St. Agathe von Catania geweiht. Von 1911 bis 1964 hat sie als Pfarrkirche für Fahrnau und Kürnberg gedient. Mit der Innenrenovation 1999 wurde sie zu einem kulturellen Mittelpunkt Fahrnaus.

 
Wer war nun diese Heilige St. Agathe?
Der Überlieferung nach wurde Agathe, ursprünglich Agatha, auf Sizilien als Tochter wohlhabender Eltern geboren. Als gottgeweihte Jungfrau lehnte sie den Heiratsantrag des heidnischen Statthalters Quintinianus ab, weil sie die Jungfräulichkeit um des Himmelreiches willen gelobt hatte. Weil Agatha ihn zurückwies, ließ sie der Statthalter für einen Monat in ein Freudenhaus (also ein Bordell) verschleppen. Da sie ihn nach dieser Zeit immer noch ablehnte, veranlasste Quintinianus ihre Verurteilung und ließ ihr die Brüste abschneiden. Nach dieser Folter erschien ihr der Legende nach nachts der heilige Petrus und pflegte ihre Wunden. Als man dies bemerkte, ließ der Statthalter Agatha auf glühende Kohlen legen, wodurch sie starb. Das war ungefähr im Jahr 250 nach Christus.
Etwa ein Jahr nach ihrem Tod brach der Ätna aus, und die Einwohner von Catania zogen mit dem Schleier der Heiligen dem Lavastrom entgegen, der daraufhin zum Stillstand kam.
Eine andere Überlieferung besagt, dass Agatha zunächst nach Malta floh, wo sie sich für einige Zeit in den Katakomben der heutigen Stadt Rabat verbarg. Diese heißen heute noch die St.-Agatha-Katakomben. (Quelle: Wikipedia, Sichtungsdatum: 18.01.2021)