Erziehungsverständnis

 

Erziehen bedeutet für uns Entwicklung zu begleiten. Kinder entwickeln sich selbst, in ihrem persönlichen Tempo. Jedes Kind bringt Anlagen, Erfahrungen und Stärken mit, wenn es zu uns in den Kindergarten kommt. Wir nehmen uns Zeit um die Kinder kennenzulernen, ihre Signale zu verstehen und ihnen Angebote ihren Neigungen entsprechend anzubieten. Erziehung geschieht auf der Basis einer verständnisvollen Beziehung. Wenn das Kind sich angenommen und verstanden fühlt, ist das der Boden, auf dem Entwicklung geschehen kann. 

Im Kindergarten fördern wir die Entwicklung des Kindes durch bewusste Raumgestaltung, Materialauswahl, Sinnesanregungen und einen festen Tagesablauf. Dem Kind zuzutrauen, dass es etwas schafft, ihm aber auch Unterstützung zu bieten, wo es nötig ist, gehört genauso zu unserem Erziehungsverständnis, wie die Tatsache, dass Kinder Freiheit und Grenzen benötigen. Im Freispiel haben die Kinder die Möglichkeit frei zu wählen, mit wem, was und wie lange sie spielen möchten. Grenzen entstehen bei Gruppenaktivitäten, wenn gemeinsam ein Spiel in der Turnhalle nach Regeln gespielt wird, wenn wir das Eigentum anderer achten oder ähnliches. Gruppenregeln werden regelmäßig im Stuhlkreis mit den Kindern besprochen und visualisiert. Die Kinder haben ein Mitsprache- und Beschwerderecht. 

Als Erzieherinnen im Kindergarten möchten wir den Kindern einen Raum emotionaler Geborgenheit bieten. Unsere Vorbildfunktion und die Beziehungsebene zum einzelnen Kind sind dabei von zentraler Bedeutung.