Partizipation und Beschwerdemanagement

 

Kindern, Eltern und Mitarbeiterinnen in strukturellen und persönlichen Angelegenheiten die Möglichkeit zur Teilhabe zu geben, ist uns in unserem Kindergarten ein großes Anliegen und trägt zur Zufriedenheit des Einzelnen und zur Weiterentwicklung der Einrichtung auf struktureller Ebene des Kindergartens bei.

Kinder lernen durch Partizipation in Form von unserer wöchentlich stattfindenden Kinderkonferenz Demokratie und Selbstbestimmung. Sie werden darin gefördert, ihre eigenen Interessen zu vertreten und ihre Bedürfnisse zu äußern. Außerdem erleben sie in unserem Kindergarten pädagogisches Personal, dass durch sensible Wahrnehmung ihre verbalen und nonverbalen Äußerungen aufnimmt.

Nach §79a SGB VIII hat jedes Kind das Recht auf Beteiligung, das Recht eine Beschwerde zu äußern und Anspruch darauf, dass diese gehört und adäquat behandelt wird. Ebenso ist das Recht auf Partizipation in der UN-Kinderrechtskonvention Artikel 12 (Berücksichtigung des Kindeswillens) verankert. Dieser Artikel beinhaltet, dass das Kind das Recht hat, seine eigene Meinung zu bilden, sie frei zu äußern und das sie, angemessen seines Alters, berücksichtigt wird.

Beispiele aus unserem Alltag, bei denen Kinder sich beteiligen können: 

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  • Auswahl und Mitentscheidung von Ausflugzielen
  • Wahl eines Partners bei Bewegungsspielen oder Spaziergängen
  • Auswahl des Getränks zum Frühstück
  • Spiel im Stuhlkreis
  • Programm beim Übernachtungsfest der Vorschüler
  • Im Freispiel im Gruppenraum und auf dem Spielplatz. Zum Beispiel wird im Stuhlkreis  mithilfe von Glasnuggets abgestimmt, welches Spiel am Morgen gespielt wird.     

Wir führen jeden Freitag eine Kinderkonferenz durch, in der sich die Kinder äußern können, was ihnen in der vergangen Woche gefallen oder nicht gefallen hat. Ein großes Plakat mit Smileys hat sich dabei als gute Methode erwiesen. Außerdem nimmt eine Erzieherin bei Bedarf aktuelle Situationen aus dem Alltag auf und stellt diese mit unserer Handpuppe „ Der kleine Rabe Socke“ dar. Beschwerden, die beobachtet worden sind, werden so aufgegriffen. Die Ebene der Handpuppe schafft die Möglichkeit, die Situation noch einmal aus der Distanz zu betrachten und  gemeinsam eine Lösung zu finden.

Um Partizipation und Beschwerdemanagement umzusetzen, ermöglichen wir den Kindern eine fehlerfreundliche Atmosphäre. Dies begünstigt konstruktives Problemverhalten und kreative Tätigkeiten. Die intrinsische Motivation und die Aufmerksamkeit bei den Kindern wird dadurch stark erhöht. Sie bietet ein hohes Potenzial an Persönlichkeitsentwicklung und trägt entscheidend zum Schutz vor Kindeswohlgefährdung bei.

Unsere Eltern haben im Rahmen unserer Elternabende die Möglichkeit, Wünsche und Kritik zu äußern. Ebenso wird am Ende des jährlichen Entwicklungsgespräches dafür Raum seitens der Erzieherin gegeben. Bei Tür und Angelgesprächen nehmen wir die Äußerungen der Eltern auf und besprechen diese im Team.

In regelmäßigen Abständen werden Umfragen seitens der Stadt Schopfheim und der Kirchengemeinde zu strukturellen Gegebenheiten (z.B. Öffnungszeiten) durchgeführt, um die Bedürfnisse der Eltern zu erfassen.

Unser Elternbeirat bildet das Bindeglied zwischen Einrichtung und Eltern